Kurzbericht: Letzte GV-Sitzung

Die letzte GV-Sitzung in der Legislaturperiode 2018 bis 2023 am 18.04.2023 kann durchaus als „besonders“ bezeichnet werden.
Warum?
Es war eine Sondersitzung mit exklusiven Bauleit-Themen ohne Vorberatungen im Bau-Ausschuss.
Anmerkung: So etwas hat es in der Vergangenheit noch nie gegeben.
Die wählbaren Bürger als Mitglieder im Bau-Ausschuss waren zur GV mit eingeladen, hatten jedoch kein Stimmrecht.

Zu den Bauleithemen gehörten

  • Entwurfs- und Auslegungsbeschluss für den BPlan Nr. 16 Gildeweg/Kronsbek

Im jetzigen Grünkoppelbereich sollen zwei Einfamilienhäuser mit max. je 2 Wohneinheiten entstehen.
In Umfang und Inhalt gab es zur Maßnahme fraktionsübergreifend wenige Diskussionspunkte. Die planungsrechtliche Entwicklung wurde einvernehmlich auf den Weg gebracht.

  • Abwägungs- und Satzungsbeschluss für den BPlan Nr. 15 (Waldenburger Straße 1 bis 3)

In der Vergangenheit wurden der GWU Eckernförde von der Gemeinde Osdorf Flächen für die Realisierung von neuen Sozialwohnungen übertragen. Die GWU beabsichtigt in diesem Bereich insgesamt 4 Wohnblöcke mit je 13 Wohnungen zu errichten. In Summe demnach 52 Wohnungen.

In diesem Punkt gab es sehr hitzige Diskussionen zwischen den GV-Vertretern von CDU und SPD auf der einen Seite und den WgO-Vertretern auf der anderen Seite.
Worum ging es?
Im gesamten Planungsgebiet sind keine Grünflächen, Bäume oder Sitzgelegenheiten vorgesehen. Im Fokus stand die maximale Ausnutzung für die 4 Bauflächen, die Erschließungsstraße sowie die Parkplätze.
Dabei nahmen die WgO-Vertreter die Position ein, auf das Baufeld 1 (jetzige Waldenburger Str. 1) zu verzichten.
Warum?
Der Mindestabstand von 3 m zur Straße wird nicht eingehalten, und das bei einer Traufenhöhe von ca. 11 m.
Ein starker Schattenwurf geht mithin zu Lasten der Nachbarschaft (Noerer Str. und Waldenburger Str. 2).
Es sind zu wenig Parkplätze geplant und es ist zu wenig Platz für Bäume und andere Begrünungen vorgesehen.
Mit dem Verzicht auf das Baufeld 1 wäre eine urbane Gestaltung dieses neuen Quartiers möglich und somit eine Steigerung der Wohnqualität für 39 Mieterrinnen und Mieter erreichbar.

Im Ergebnis konnte sich die WgO-Sicht nicht durchsetzen.
Der Beschluss wurde mit den Stimmen der 8 anwesenden GV-Vertreter von SPD und CDU (gegen die 4 Stimmen der WgO) auf den Weg gebracht.